„Machen Sie Ihren Kunden zum Starverkäufer!“

Social Marketing-Experte Stefan Stengel erläutert, was Social Commerce für den Handel leisten kann und wie Unternehmen es für sich nutzen können

Über 70 % der Deutschen sind online! Das Internet ist nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Kommunikation und Recherche stehen an oberster Stelle der meist genutzten Dienste. Laut HDE werden in diesem Jahr die Umsätze im Onlinehandel auf 23,7 Mrd. Euro steigen. Aber auch für die Kaufanbahnung sind Google, Empfehlungsportale und neuerdings auch die sozialen Plattformen wie Facebook nicht mehr wegzudenken. Welche Chancen bieten aber gerade diese Online-Networks für das Marketing von Unternehmen? E-Commerce war gestern – die neue „Waffe“ im Onlinehandel heisst Social Commerce. Im klassischen Electronic Commerce sind die Beziehungen zwischen den Kunden und den Unternehmen eher eindirektional. Die Unternehmen treten als Produzenten und Distributoren auf und stehen zusammen mit ihren Produkten im Fokus, während die Kunden schlichtweg Konsumenten sind. Mit dem Social Commerce ändert sich die Art der Interaktion zwischen Kunden und Unternehmen. Während im Web 2.0 der Nutzer allgemein im Mittelpunkt steht, trifft dies beim Social Commerce auf den Kunden als Nutzer zu.
Der Social Commerce stellt die zwischenmenschlichen Beziehungen und Interaktionen z.B. den Austausch von Bewertungen und Produktinformationen in den Vordergrund, die vor, während und nach dem Kauf eine Rolle spielen und fügt damit dem Electronic Commerce eine zusätzliche kooperations- und kommunikationsorientierte Ebene hinzu.

Der Kunde hat die Möglichkeit, auf Einkaufsplattformen oder auch z.B. im eigenen Blog Bewertungen vorzunehmen und so Einfluss auf das Renommee eines Produktes oder eines Unternehmens zu nehmen. Plötzlich tritt der Kunde als neuer Akteur auf die Bühne.

Der Kunde wird jetzt zum Berater und Experte und berät wiederum andere Kunden. Er kann zum Produktgestalter werden und somit dem Handel und Produzenten wichtiges Feedback für z.B. neue Produktentwicklungen geben. Durch seine Empfehlungen wird der Kunde aber plötzlich zu einem, für den Handel, wichtigen aktiven Verkäufer, oder verkauft sogar gleich T-Shirts mit seinem eignen Design , über z.B. Spreadshirt. Ein herausragendes Beispiel aus der Gattung Me-Commerce.

Aber auch Plattformen wie Facebook, StudiVZ & Co. lassen sich ganz hervorragend für die Kundenkommunikation nutzen. Im Grunde sind diese Portale nichts Neues, denn es geht um Kundenbeziehungen. Jedes Unternehmen kann so mit wenig Aufwand seine Community und somit ein positives Markenimage aufbauen. Die User steigen ein, in einen Dialog mit Anderen. Diese Unternehmen bekommen ein Feedback von Geschäftspartnern und Kunden, das sie sonst nicht erhalten würden. Firmen werden mit Ihren Produkten und Aktivitäten wahrgenommen. Marketing will genau das erreichen. In der Regel kann dies sogar weitgehend kostenfrei sein, wichtig sind die richtige Strategie, Kreativität, Zeit und Ausdauer. Gerade für den Handel entstehen ungeheure Potentiale. Im Mittelpunkt steht der Dialog mit Kunden, Interessenten und Geschäftspartnern. Storytelling ist das Stichwort. Der passive Nutzer möchte unterhalten werden und Neuigkeiten aus den Unternehmen und Produktwelten erfahren. Der aktive Nutzer möchte zusätzlich involviert sein und Produkte und Dienstleistungen mitgestalten können. Er möchte einbezogen werden und seine Meinungen und Erfahrungen kundtun, er sucht den Dialog und die Kommunikation. Unternehmen müssen auf eine intelligente und unterhaltsame Art und Weise aktiv werden, dies kann zum Beispiel über Wettbewerbe oder Gewinnspiele geschehen. Was sinnvoll ist, hängt jedoch allein von der Unternehmung und ihrer Zielgruppe ab, das lässt sich nicht pauschal beantworten. Gute Geschichten werden von den Nutzern schnell weitergereicht und somit erhöht sich die Reichweite erheblich. Gerade diese virale Verbreitung ist ein Indiz für den Erfolg von gutem Strorytelling. Einzel- und Onlinehändler die in den Social Commerce einsteigen und Ihre Kunden zu Starverkäufern machen möchten, sollten mit einer Zieldefinition und der Entwicklung der Strategie starten. Oft können wir in den sozialen Netzwerken spontane und unstrukturierte Unternehmensauftritte beobachten. Inhalte werden unüberlegt und unsystematisch eingestellt. Ein festgelegtes Storyboard kann hier Abhilfe schaffen und auch Mitarbeitern, z.B. den Social Media Beauftragen in den Unternehmen Hilfe und Unterstützung bieten. Ebenso darf zur Orientierung die „Social Media Guideline“ im Unternehmen nicht fehlen. Sind die ersten Schritte gemacht, sollte man mit den Unternehmensauftritten auf den ersten Plattformen starten.

Für die Geschäftsführung bietet sich auf jeden Fall eine Präsentation auf dem bekanntesten und größten deutschen Businessnetzwerk „Xing“ an. Sind hier die ersten Erfahrungen gemacht und wurde mit dem Aufbau des eigenen virtuellen Netzwerkes begonnen, kann man die nächsten Schritte wagen.

In den letzten Monaten ist Facebook zum wichtigsten sozialen Netzwerk aufgestiegen. Noch vor wenigen Wochen stand die VZ-Gruppe noch auf Platz 1 bei der Gunst der „Social Networker“. Dies hat sich aber geändert und ist mit ca. 13 Millionen deutschen Nutzern eine beachtliche Größe. Allerdings haben wir da noch gegenüber unseren europäischen Nachbarn etwas Boden wett zu machen. Die durchschnittliche Verweilzeit auf den Netzwerken ist teilweise doppelt so lang als bei uns Deutschen.

Bei den Empfehlungs- und Bewertungsplattformen sollte auf jeden Fall der Hamburger Plattform „Qype“ Beachtung geschenkt werden. Qype hat sich in den letzen Jahren auf jeden Fall einen festen und wichtigen Stand im Ranking der Social Networks erarbeitet. Händler sollten diese Plattform aktiv für die Kommunikation mit Ihren Kunden nutzen.

In der Zukunft werden wir werden noch viel stärkere Aktivitäten der Nutzer sehen, außerdem werden sich immer mehr Unternehmen in sozialen Netzwerken platzieren. Denn: Dort gibt es den schnellen, direkten und unmittelbaren Dialog zum Kunden, den das Marketing immer anstrebt. Im Social Media Marketing gilt das gleiche Regelwerk wie in realen Netzwerken – Kontakte aufbauen und pflegen. Allerdings hat man auf den Internetplattformen den Vorteil, dies unaufdringlich umsetzen zu können. Ein weiterer Vorteil ist, dass bei einem deutlich geringeren zeitlichen Invest, eine wesentlich größere Reichweite und damit ein größerer Erfolg erzielt werden kann. In den nächsten Jahren werden wir eine konsequente Weiterentwicklung dieser Kanäle beobachten können und wie Social Commerce seinen Siegeszug antreten wird.

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Ballmer will Microsoft voll auf Cloud Computing ausrichten

Microsoft-Chef Steve Ballmer will den Konzern in den nächsten Jahren konsequent auf das Cloud Computing ausrichten. „Wir haben in den vergangenen Jahren mehr als eine Milliarde Dollar pro Jahr für Cloud Computing investiert und werden uns künftig ganz darauf konzentrieren“, schreibt Ballmer in einem Gastbeitrag  für die Wirtschaftszeitung „Euro am Sonntag“. Ab 2012 würden mehr als 90 Prozent der Microsoft-Entwickler an Anwendungen und Technologien für das Cloud Computing arbeiten.

Beim Cloud Computing handelt es sich um eine Auslagerung von Hard- und Software ins Internet: IT wird von der Infrastruktur über Entwicklungsplattformen bis zu den Anwendungen in dezentralen Rechenzentren bereitgestellt, der Zugriff erfolgt über das Internet. Cloud Computing sei die wichtigste IT-Innovation für viele Generationen, schrieb Ballmer, der am kommenden Mittwoch auf der Internationalen Cloud-Computing-Konferenz des Branchenverbands Bitkom in Köln spricht.

Hintergrund ist, dass Microsofts klassisches Geschäftsmodell immer mehr unter Druck gerät. Zunehmend wollen Kunden keine Software auf DVDs mehr kaufen, sondern setzen auf preisgünstige Programme, die übers Internet laufen. Deshalb sah sich auch das Urgestein der Software-Branche zum Umdenken gezwungen.

Ballmer zufolge bietet das Cloud Computing Kunden signifikante Verbesserungen: So erhielten Unternehmen damit schnell und ohne Investitionsaufwand Zugriff auf neueste Software und Produktivitätswerkzeuge. Damit ließen sich rasch und ohne Kostenrisiken neue Dienste und Produkte gestalten, entwickeln und einsetzen. Dies fördere die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit. Zudem könnten Unternehmen über Cloud Computing ihre Energiekosten senken.

(dpa) / (se)

Drei Dinge braucht der Mann…

ja doch, ich habe das Pfeiferauchen schon lange aufgegeben. Aber der geniale Slogan aus Dänemark, der gefühlt mind. 40 Jahre alt ist, haben wir noch immer in den Ohren. Zumindest die Bestager von uns…

Ich sitze gerade wieder im größten deutschen coworking-place in Deutschland. In einem Handywagen der ICE-Flotte der deutschen Bundesbahn. Nachdem die DB es wirrklich nach vielen Jahren geschafft hat die 1. ICE-Generation aufzurüsten, gibt es zumindet eine der drei sehr wichtigen Sachen, die man benötigt um arbeiten zu können, an jedem Sitzplatz!

Strom!

Leider ist ja die Industrie noch nicht so weit mit Ihren mobilen Brennstoffzellen. Auch die Acculeistungen sind bei unseren hochgezüchteten mobilen Multimediamaschinen nur begrenzt lesitungsfähig. Die Ressource Energie ist eines der wichtigsten Güter in unsere Wissensgesellschaft.

UMTS / Breisbandanbindung an die Datenströme der Welt!

In den großen Zentren verfügbar. Always on – ein Megaschlagwort in den 90igern ist heute Alltag, gar Selbstverständlichkeit geworden. Gerade wenn sich in den nächsten Jahren Applikationen und Anwendungen nur noch in der Cloud befinden werden. Aber gerade dafür brauchen wir in Deutschland noch eine wesentlich bessere und besonders eine flächendeckende Infrastruktur. Zur Zeit scheitert wieder einmal unsere Politik an dieser Aufgabe. Bildung, Wissen, Infrastruktur – wir werden uns kaputtsparen und in den nächsten Jahren zum Entwicklungsland. Der asiatische Wirtschaftsraum verfügt schon heute über eine bessere Infrastruktur und mit einem eisernen Willen strebt er an die Spitze.

Mac!

Ja, man braucht unbedingt einen Mac. Ich kann es wirklich nicht verstehen, dass es Menschen gibt, die freiwillig mit einem Windowsbetriebssystem arbeiten. Aber in der Zukunft wird es wesentlich mehr Macuser geben. Viele haben schon durch das iPhone „Blut“ geleckt und den Rest bekommen wir jetzt durch das iPad!

eCommerce auf Facebook

Nach meiner Einschätzung werden in den nächsten Monaten eine Vielzahl von neuen Shops auf Facebook eröffnet. Gerade für kleine Unternehmen wird es sehr interessant sein seine Präsenz auf Facebook aufzubauen und auch mit dem Onlinehandel zu starten.

Die erste Facebook-App, die ich getestet habe, war payvment. Das App ist sehr schnell installiert und konfiguriert. In 20 Minuten war alles installiert und das erste Produkt eingestellt.

Der Betreiber braucht einen Paypal-Account um Zahlungen annehmen zu können. Das System eignet sich nur für eine überschaubare Menge von Produkten. Allerdings sind eine Einrichtung von Untergruppen möglich. Ein großer Nachteile für deutsche Betreiber ist allerdings die fehlende Lokalisierung. Vielleicht wird sich da aber in der nächsten Zeit auch etwas verändern. Was allerdings als überaus positiv zu bewerten ist, ist die kostenfreie Bereitstellung und Betrieb der Apps.

Ich werde in den nächsten Wochen noch weitere Module testen und hier darüber berichten.

betahaus, Hamburg

Aus der Initiative „Coworking Hamburg“ hat sich ein konkreter Ansatz herauskristallisiert, um einen Coworking Space in Hamburg zu realisieren: das betahaus Hamburg.

Seit dem ersten Treffen potenzieller Gesellschafter Anfang Februar hat ein Kernteam die betahaus-Pläne vorangetrieben, und wenn alles nach Plan geht, dann wird im Juni zunächst das betalab im Schanzenviertel seine Tore öffnen. Das betalab wird Platz für ca. 25 Coworker und Raum zum Coworken, Experimentieren und Weiterentwickeln bieten. Nach ungefähr einem Jahr wird dann ins betahaus umgezogen, eine weitaus größere Immobilie, ebenfalls im Schanzenviertel gelegen. Das Betahaus-Team freut sich darauf und hofft, dass viele aus der Initiative betalab und betahaus den Coworking-Hafen nutzen werden!

Um allen Interessenten und Mitwirkenden der Initiative einen Vorgeschmack auf das Hamburger betalab zu geben, ladet das Team ein:

Am 21.04. habt ihr ab 19 Uhr die Gelegenheit, die betalab-Räume in der Lerchenstraße zu erkunden, euch von uns mit Informationen versorgen zu lassen, zu fragen und zu diskutieren – und euch via Voranmeldung gleich einen der begehrten Plätze zu sichern, wenn ihr vom lab genauso angetan seid wie wir. Danach werden wir „um die Ecke“ noch das eine oder andere Bier trinken und freuen uns über zahlreiche Trinkgenossen.
Ort: Gunske Höfe, Lerchenstraße 28a, Erdgeschoss
Zeit: 19 Uhr
Kommet zuhauf!
Wolfgang & und das betahaus-Hamburg-Team

Brauchen Unternehmen noch eine eigene Homepage?

Analysten prophezeihen es. Einige Unternehmen praktizieren es schon. Eigene Webauftritte werden abgeschafft, oder durch nur noch eine Seite mit Verlinkungen in die Social Networks ersetzt. Ein gutes Besispiel und Vorreiter ist SinnerSchrader. Eine der ganz großen eCommerce-Agenturen mit dem Sitz in Hamburg.

Welcher Meinung sind Sie? Reicht es für ein Unternehmen aus nur noch in den Social Networks vertreten zu sein? Sind die Informationen vieleicht viel aktueller und authentischer?

Sagen Sie uns Ihre Meinung:

Was macht eigentlich Martin Varsavsky?

Dies ist eine Hommage an Martin Varsasky, der wie viele Entrpreneure seiner Zeit voraus war. Hoch gelobt gründete er 1999 in Norddeutschland die EINSTEInet. Eigentlich der erste ASP-Anbieter in Deutschland. Investitionen in höhe vom 150 Millionen haben leider nicht ausgereicht den Markt zu durchdringen.

Martin Varsavsky

EINSTEINet betrieb am Flughafen Hamburg eines der gößten Rechenzentren in Hamburg. Gleich neben der KPN. Eine Umfangreiche Serverfarm mit SUN-Maschinen und Compac-Server unter Windows boten Terminaldienste mit Hilfe von Citrix an. Als Anwendungen standen SAP und MS Office im Vordergrund.

Fest steht, dass Martin Varsavsky seiner Zeit gut zehn Jahre voraus war. Heute im Jahr 2010 hat ASP, SaaS oder auch Cloudcomputing seinen Akzeptanz am Markt gefunden. Wir stehen am Anfang einer neuen Ära, da bin ich sicher! Auch der Mittelstand wird in den nächsten Jahren den Vorteil erkennen und Ihre benötigten Applikationen in sicheren Rechenzentren auslagern und dort betreiben lassen.